Inhalt
- Was ist ein perfekter CRM-Prozess?
- Warum scheitern CRM-Prozesse in kleinen Teams?
- Welche 7 Schritte gehören in den CRM-Vertriebsprozess?
- Welche Pipeline-Phasen braucht ein CRM-Prozess?
- Was gehört zu jedem Phasenwechsel?
- Wie sieht der Tagesrhythmus im CRM-Prozess aus?
- Was ist CRM-Hygiene – und welche Regeln braucht dein Team?
- Wie misst du, ob dein CRM-Prozess funktioniert?
- Wie hilft KI im CRM-Prozess – und wo nicht?
- Wie schreibst du ein CRM-Playbook auf einer Seite?
- Wie übergibst du Leads zwischen Marketing und Vertrieb?
- Wie führst du den CRM-Prozess in 14 Tagen ein?
- Welche Fehler machen kleine Teams im CRM-Prozess?
- Wie passt du den Prozess an Agenturen, IT-Dienstleister und Berater an?
- Welcher CRM-Prozess passt zu deinem Team?
- Weiterlesen
- Häufige Fragen
- Quellen
Ein perfekter CRM-Prozess ist eine feste Abfolge in sieben Schritten: Lead erfassen, qualifizieren, Termin vereinbaren, Gespräch führen, Angebot senden, abschließen und nachfassen. Jede Phase hat ein klares Exit-Kriterium und endet mit einem Next Step samt Datum. inDeal (indeal.ai) ist ein kostenloses KI-CRM für KMU der Lars Krüger GmbH aus Berlin und bildet genau diese Abfolge ab. Nicht zu verwechseln mit indeal.io, einem anderen Unternehmen.
Stand: 5. Oktober 2026. CRM-Zahlen Eurostat 2025; Forschung Journal of Marketing / Journal of Marketing Research; Produktfakten indeal.ai und success.indeal.ai.
Was ist ein perfekter CRM-Prozess?
Ein CRM-Prozess ist das Regelwerk hinter deinem CRM: welche Phasen ein Kontakt durchläuft, was in jeder Phase passiert und wann er weiterdarf. „Perfekt“ heißt nicht kompliziert. Perfekt heißt: Jede Person im Team würde denselben Lead in dieselbe Phase einordnen.
Die Forschung sieht CRM seit Langem als Prozess, nicht als Software. Payne und Frow (2005) beschreiben im Journal of Marketing fünf funktionsübergreifende CRM-Prozesse – von der Strategie über Wertschöpfung und Kanalintegration bis zu Informationsmanagement und Leistungsmessung.
Reinartz, Krafft und Hoyer (2004) gliedern den CRM-Prozess in drei Stufen: Anbahnung, Pflege und Beendigung einer Kundenbeziehung. In zwei Studien über vier Branchen und drei Länder fanden sie einen moderat positiven Zusammenhang zwischen umgesetzten CRM-Prozessen und dem Unternehmenserfolg.
Für ein kleines B2B-Team übersetzt heißt das: Nicht die Zahl der Felder entscheidet, sondern ob Anbahnung (Lead bis Termin), Pflege (Angebot bis Abschluss) und Beendigung (bewusst verlieren statt vergessen) als Routine laufen.
Warum scheitern CRM-Prozesse in kleinen Teams?
Meist nicht am Tool, sondern an fehlender Routine. Drei Muster sehen wir in kleinen Vertriebsteams immer wieder: kein fester Ort für Leads, keine Regel für den nächsten Schritt und keine Zeit für Pflege.
Laut Eurostat nutzten 2025 nur 24,69 % der kleinen EU-Unternehmen (10–49 Beschäftigte) CRM-Software. Bei großen Unternehmen waren es 65,43 %. Bei ERP und Business-Intelligence-Software ist der Abstand ähnlich groß oder größer.

Insgesamt nutzten 2025 laut Eurostat 28,51 % der EU-Unternehmen CRM-Software – ein Plus von 2,68 Prozentpunkten gegenüber 2023. Der Abstand zwischen kleinen und großen Firmen liegt laut Eurostat News bei rund 41 Prozentpunkten.
Dazu kommt ein Problem, das auch mit CRM bleibt: Leads werden nicht nachverfolgt. Die Studie „The Sales Lead Black Hole“ im Journal of Marketing (2013) beschreibt, dass rund 70 % der vom Marketing erzeugten Leads im Vertrieb nicht weiterverfolgt werden. Ob Vertriebler Leads bearbeiten, hängt laut den Daten von 461 Vertriebsmitarbeitenden auch von der Vorqualifizierung und vom Nachhalten durch die Führung ab.
Die OECD betont in ihrer D4SME-Umfrage 2025 zudem, dass KMU nicht nur bei der Einführung neuer Technologien auf Hürden stoßen, sondern auch bei der Anpassung ihrer Geschäftsprozesse. Ein guter CRM-Prozess muss deshalb schlank sein – sonst pflegt ihn niemand.
Welche 7 Schritte gehören in den CRM-Vertriebsprozess?
Sieben Schritte reichen für die meisten B2B-Teams mit 1 bis 20 Verkäufern. Jeder Schritt hat ein Ergebnis, das du im CRM sehen kannst.

1. Lead erfassen
Jeder Kontakt landet an einem Ort – nicht im Postfach, nicht im Notizbuch. In inDeal legst du Leads laut Hilfe-Center einzeln an, importierst sie per CSV oder übernimmst sie aus Kampagnen. Ein neuer Lead startet auf Qualifizieren.
Exit-Kriterium: Name, Firma, Quelle und ein Follow-up-Datum sind gesetzt. Ohne Datum erscheint der Lead nicht in Offene Leads.
2. Qualifizieren
Hier entscheidest du, ob mit dem Kontakt Geschäft möglich ist. Passt er zu deinem Ideal Customer Profile (ICP), hat er ein echtes Problem, gibt es einen Entscheider und einen Zeitrahmen? Ein schlankes Raster dafür ist BANT – Details im Ratgeber Lead-Qualifizierung mit BANT.
Exit-Kriterium: Der Kontakt ist entweder „warm genug für ein Gespräch“ (weiter auf Termin vereinbaren) oder er ist raus (Lead verloren mit Grund).
3. Termin vereinbaren
Der Kontakt ist warm, ein Gespräch ist das Ziel. In dieser Phase zählt Tempo: kurze Nachfasszyklen, klarer Terminvorschlag, Erinnerung im Kalender.
Exit-Kriterium: Ein Termin mit Datum steht. Beim Wechsel auf Termin vereinbart ist das Termindatum in inDeal Pflicht, dazu kannst du „Termin vereinbart durch“ und eine Beschreibung erfassen.
4. Gespräch führen (Discovery)
Im Erstgespräch klärst du Bedarf, Entscheidungsweg und nächste Schritte. Danach setzt du den Termin-Ausgang: Termin durchgeführt oder Termin ausgefallen.
Laut Stages richtig setzen ist „Termin ausgefallen“ kein Rückschritt auf „Termin vereinbaren“. Die Stufe bleibt auf Home sichtbar und hält die Show Rate ehrlich.
Exit-Kriterium: Termin-Ausgang, Follow-up-Datum und Nächster Schritt sind gesetzt.
5. Angebot senden
Erst nach dem Gespräch entsteht ein Deal. In inDeal erscheint bei Termin durchgeführt der Knopf Angebot erstellen. Laut Vom Lead zum Deal und zurück startet der Deal auf Angebot senden und übernimmt den geschätzten Wert des Leads.
Exit-Kriterium: Das Angebot ist beim Kunden, das Feld Angebot versendet ist eingetragen. Es wird beim Stufenwechsel nicht automatisch gesetzt.
6. Abschließen
In Auftrag reinholen liegt das Angebot beim Kunden; jetzt geht es um die Zusage. Beim Wechsel fragt inDeal Follow-up-Datum, Confidence, Nächster Schritt, Deal-Wert und Angebot versendet ab – laut Deal-Stufen-Artikel der Punkt, an dem die Zahlen belastbar werden sollten.
Exit-Kriterium: Gewonnen oder Verloren – mit Verlustgrund, wenn es nicht klappt.
7. Nachfassen und lernen
Ein gewonnener Deal zählt auf Home als Closed Won, in Neukunden und im Sales Cycle. Ein verlorener Lead oder Deal bleibt mit Grund erhalten. Beides fließt zurück in Schritt 1 und 2: Welche Quellen bringen Kunden, welche Gründe kosten Deals?
Exit-Kriterium: Verlustgründe sind gepflegt, und für Bestandskunden gibt es wieder ein Follow-up-Datum.
| Schritt | Phase in inDeal | Exit-Kriterium | Ergebnis im CRM |
|---|---|---|---|
| 1. Erfassen | Qualifizieren (Start) | Quelle + Follow-up-Datum | Lead in Offene Leads |
| 2. Qualifizieren | Qualifizieren → Termin vereinbaren | Passt / passt nicht | Warmer Lead oder Verlustgrund |
| 3. Termin vereinbaren | Termin vereinbart | Termindatum (Pflicht) | Termin auf Home |
| 4. Gespräch | Termin durchgeführt / ausgefallen | Ausgang + Next Step | Show Rate, Discovery Pipeline |
| 5. Angebot | Deal: Angebot senden | Angebot versendet | Deal Pipeline, Prognose |
| 6. Abschluss | Auftrag reinholen → Gewonnen / Verloren | Zusage oder Grund | Closed Won, Sales Cycle |
| 7. Nachfassen | Bestand / Verlustgründe | Neues Follow-up | Lernschleife |
Welche Pipeline-Phasen braucht ein CRM-Prozess?
Zwei Pipelines reichen: eine für die Anbahnung bis zum Gespräch, eine für das Geschäft ab dem Angebot. Diese Trennung macht sichtbar, ob Gespräche fehlen oder Angebote nicht konvertieren.

Auf Home entspricht das genau den zwei Übersichten Discovery Pipeline (Leads bis zum Termin) und Deal Pipeline (Deals ab dem Angebot). Die Auswertung Pipeline Conversion misst den Übergang dazwischen.
Ist sie niedrig, finden Gespräche statt, aus denen kein Angebot wird – oder es wird schlicht kein Deal angelegt. Beides ist ein Prozessproblem, kein Datenproblem.
Mehr zur Unterscheidung von Funnel und Pipeline und zu den Conversion-Karten findest du im Ratgeber Sales Funnel für KMU.
Was gehört zu jedem Phasenwechsel?
Ein Phasenwechsel ist ein kleines Protokoll, kein Drag-and-drop aus Gewohnheit. inDeal fragt je nach Zielstufe die passenden Felder ab:
- Termin vereinbart: Termindatum (Pflicht), Termin vereinbart durch, Beschreibung
- Termin durchgeführt / ausgefallen: Termindatum (Pflicht), Follow-up-Datum, Nächster Schritt
- Lead verloren: Verlustgrund aus einer Liste
- Auftrag reinholen: Follow-up-Datum, Confidence, Nächster Schritt, Deal-Wert, Angebot versendet
- Verloren (Deal): Verlustgrund
Die meisten Felder sind freiwillig. Füll sie trotzdem: Ohne Follow-up-Datum verschwindet der Lead aus der Arbeitsliste.
Wie sieht der Tagesrhythmus im CRM-Prozess aus?
Der Prozess lebt im Alltag – in 15 Minuten am Morgen und zwei Minuten nach jedem Kontakt. Laut Home verstehen brauchst du morgens nur zwei Dinge: die Kennzahl Leads überfällig und den Abschnitt Kontaktieren.

Morgens: die Tagesliste
Kontaktieren teilt die Arbeit in Überfällig, Heute fällig und Neue Leads. Ein Lead taucht dort nur auf, wenn er offen ist und sein Next-Step-Datum erreicht ist.
Er verschwindet erst, wenn du ein neues Datum setzt, ihn in einen Deal überführst oder ihn auf Lead verloren setzt. Öffnen oder anrufen allein reicht nicht – morgen steht er wieder da.
Nach jedem Kontakt: protokollieren
Eine Aktivität hält fest, was passiert ist; eine Notiz hält fest, was dauerhaft gilt. Laut Aktivitäten, Notizen und Verlauf zählt jeder Eintrag als Touchpoint.
Viele Touchpoints ohne Fortschritt in der Stage sind ein Warnzeichen: viel Aufwand, keine Bewegung. Genau hier hilft ein ehrlicher Verlustgrund mehr als der zehnte Anruf.
Erinnerungen statt Gedächtnis
Am Follow-up-Datum kannst du eine Uhrzeit im 15-Minuten-Raster und eine E-Mail-Erinnerung setzen. Laut Follow-up mit Erinnerung enthält die Mail Name, Telefon, E-Mail, Follow-up und Nächsten Schritt. Mehr Praxis dazu: Follow-up im Vertrieb.
Was ist CRM-Hygiene – und welche Regeln braucht dein Team?
CRM-Hygiene heißt: Der Datensatz entspricht der Realität. Fünf Regeln reichen, wenn alle sie einhalten.
- Kein offener Lead ohne Datum. Follow-up-Datum und Nächster Schritt bei jedem Kontakt.
- Stage sofort nachziehen. Laut Hilfe-Center verfälscht eine falsche Stage jede Zahl auf Home.
- Termin-Ausgang am selben Tag. Durchgeführt oder ausgefallen, nie offen lassen.
- Verlieren statt löschen. Lead verloren und Verloren behalten den Grund für die Auswertung.
- Eine Wahrheit. Keine Schatten-Excel neben der Pipeline – Import einmal, dann nur noch im CRM.
Wer aus Excel umzieht, setzt am Importtag Follow-up-Daten. Sonst bleiben importierte Leads unsichtbar. Der Import ordnet CSV-Spalten Feldern zu; Lead Source und Channel setzt du einmal für die ganze Datei. Mehr zum Umstieg: Leads in Excel verwalten.
Wie misst du, ob dein CRM-Prozess funktioniert?
Mit wenigen Zahlen, die direkt aus dem Prozess kommen – nicht mit Branchen-Benchmarks aus dem Netz. Auf Home zeigen vier Conversion-Karten die letzten 30 Tage: Lead Conversion, Show Rate, Pipeline Conversion und Deal Conversion.
Die niedrigste Karte ist dein Hebel. Niedrige Show Rate heißt: Terminerinnerung verbessern. Niedrige Pipeline Conversion heißt: Nach dem Gespräch fehlt der Next Step oder der Deal wird nicht angelegt.
Prognose mit Confidence
Für den Blick nach vorn nutzt inDeal laut Forecast-Artikel den gewichteten Wert: Deal-Wert mal Confidence, geteilt durch 100. Ein Geschäft über 50.000 € mit 40 % Wahrscheinlichkeit ergibt 20.000 € gewichteten Wert.
Damit die Prognose stimmt, gelten drei Regeln: Erwarteten Abschluss eintragen, Confidence aktuell halten und abschließen, was abgeschlossen ist. Ein Deal mit 80 %, der seit drei Monaten liegt, verzerrt die ganze Zahl.
| Kennzahl | Frage dahinter | Typischer Hebel |
|---|---|---|
| Leads überfällig | Arbeiten wir die Liste ab? | Tagesroutine, realistische Daten |
| Lead Conversion | Werden aus Leads Termine? | Qualifizierung, Ansprache |
| Show Rate | Finden Termine statt? | Erinnerung, Terminbestätigung |
| Pipeline Conversion | Wird aus Gesprächen ein Angebot? | Next Step nach Discovery |
| Deal Conversion | Werden Angebote gewonnen? | Nachfassen, Preis, Timing |
| Gewichteter Wert | Was kommt realistisch rein? | Confidence + Erw. Abschluss pflegen |
Wie hilft KI im CRM-Prozess – und wo nicht?
KI nimmt Routine ab, ersetzt aber keine Prozessentscheidung. Laut Bitkom Research setzen 2026 14 % der KI-nutzenden Unternehmen in Deutschland KI im Vertrieb ein – nach 5 % im Vorjahr.
Sinnvolle Einsatzorte im Prozess:
- Antworten einordnen: Laut Workflow-Artikel rückt ein Lead auf Qualifizieren bei positiver Antwort auf „Termin vereinbaren“ vor und bekommt eine Wiedervorlage für heute, falls noch keine gesetzt ist. Bei negativer Antwort auf Qualifizieren wird er mit Grund verloren gesetzt.
- Daten ergänzen: Anreicherung fehlender Kontaktdaten, abgerechnet über Credits.
- Fragen an die Pipeline: Per MCP verbindest du Claude oder ChatGPT mit deinem CRM – siehe CRM mit ChatGPT und Claude verbinden.
Nicht automatisieren solltest du das Urteil: ob ein Lead wirklich passt, wie ein Gespräch lief und welcher Preis fair ist. Mehr zu Chancen und Grenzen im Pillar KI-CRM für KMU.
Kostenloses CRM für dein ganzes Team. Starte inDeal in 2 Minuten. Nur E-Mail-Adresse, keine Kreditkarte, unbegrenzt Nutzer.
Kostenlos startenWie schreibst du ein CRM-Playbook auf einer Seite?
Ein Playbook ist die schriftliche Fassung deines Prozesses: kurz genug, dass neue Kolleginnen es am ersten Tag lesen, und konkret genug, dass zwei Personen denselben Lead gleich einordnen. Eine Seite reicht, wenn sie vier Fragen pro Phase beantwortet.
- Bedeutung: Was heißt diese Phase in einem Satz?
- Eintritt: Was muss passiert sein, damit ein Kontakt hier landet?
- Arbeit: Was tust du in dieser Phase, und in welchem Rhythmus?
- Austritt: Welches Feld muss gefüllt sein, bevor er weiterdarf?
Beispiel für Termin vereinbaren: „Der Kontakt hat Interesse signalisiert; wir schlagen innerhalb von zwei Werktagen zwei konkrete Termine vor und fassen nach drei Tagen nach. Weiter erst mit bestätigtem Termindatum.“ Das ist kein Roman – und trotzdem eindeutig.
Leg das Playbook dort ab, wo das Team arbeitet, und überarbeite es nach dem ersten Monat. Typische Änderungen nach vier Wochen: eine Phase präziser formulieren, eine Pflichtangabe streichen, die niemand nutzt, und die Nachfassintervalle an die echte Antwortzeit deiner Kunden anpassen.
Wie übergibst du Leads zwischen Marketing und Vertrieb?
Mit einer klaren Übergaberegel, sonst entsteht genau das „Lead Black Hole“. Die Studie von Sabnis und Kollegen zeigt, dass die Bearbeitung von Marketing-Leads unter anderem davon abhängt, wie gut die Vorqualifizierung ist und ob die Führung das Nachhalten verfolgt.
Für kleine Teams heißt das drei Dinge:
- Definition „vertriebsbereit“: Welche Mindestangaben braucht ein Lead, bevor er beim Vertrieb landet – etwa Firma, Rolle, Anlass und ein Kriterium aus deinem ICP?
- Reaktionszeit: Bis wann wird ein neuer Lead angefasst? In inDeal erscheinen heute hereingekommene Leads in Kontaktieren in der Gruppe „Neue Leads“ – leg fest, dass diese Gruppe jeden Abend leer ist.
- Rückmeldung: Passt ein Lead nicht, wird er mit Grund verloren gesetzt. So sieht Marketing, welche Quellen Zeit kosten statt Kunden bringen.
Wer selbst prospektiert, braucht dieselbe Regel – nur ohne Übergabe. Die Disziplin ist identisch: Datum, Next Step, ehrliche Stage.
Wie führst du den CRM-Prozess in 14 Tagen ein?
Kurz, gemeinsam und am echten Bestand. Das inDeal-Hilfe-Center veranschlagt für die erste Woche etwa eine Stunde, verteilt über fünf Tage. Für das Team planst du zwei Wochen ein.
Woche 1 – Grundlagen
- Tag 1: Profil, Sprache und Zeitzone prüfen. Die Zeitzone entscheidet, wann ein Datum als überfällig gilt.
- Tag 1–2: Altbestand importieren oder anlegen, jedem Lead ein Follow-up-Datum geben.
- Tag 2: Gemeinsam die Bedeutung jeder Stage festlegen – ein Satz pro Phase, im Team geteilt.
- Tag 3: Termin-Regel üben: durchgeführt oder ausgefallen am selben Tag.
- Tag 4–5: Ersten Deal über „Angebot erstellen“ anlegen, Angebot versendet setzen.
Woche 2 – Routine
- Jeden Morgen mit Leads überfällig und Kontaktieren starten.
- Nach jedem Gespräch: Stage, Next Step, Datum – bevor das nächste Fenster aufgeht.
- Freitag: 20 Minuten Pipeline-Review mit der niedrigsten Conversion-Karte.
- Ende Woche 2: Schatten-Listen abschalten, Verlustgründe der ersten Wochen lesen.
Welche Fehler machen kleine Teams im CRM-Prozess?
Fast immer dieselben – und fast alle sind in fünf Minuten behoben.
| Fehler | Folge | Bessere Praxis |
|---|---|---|
| Lead ohne Follow-up-Datum | Fehlt in Tagesliste und Kennzahlen | Datum bei jedem Kontakt |
| Stage bleibt auf Qualifizieren | Lead gilt als unbearbeitet | Nach erstem echten Kontakt weiterziehen |
| Termin nicht auf durchgeführt gesetzt | Kein Deal, niedrige Pipeline Conversion | Ausgang am selben Tag |
| Deal ohne Gespräch | Prognose ohne Grundlage | Deal erst nach Termin durchgeführt |
| Angebot versendet fehlt | Deal Conversion misst Lücken | Datum beim Versand setzen |
| Löschen statt verlieren | Kein Lerneffekt | Verlustgrund wählen |
| Excel neben dem CRM | Zwei Wahrheiten | Eine Quelle, ein Import |
Wie passt du den Prozess an Agenturen, IT-Dienstleister und Berater an?
Die sieben Schritte bleiben, nur die Next Steps klingen anders. Drei Beispiele für typische Nächste Schritte nach dem Erstgespräch:
- Agentur: „Briefing-Fragebogen schicken bis Mittwoch, Rückruf Freitag 10 Uhr.“ Der Engpass liegt meist zwischen Gespräch und Angebot.
- IT-Dienstleister: „Technik-Call mit IT-Leitung terminieren, Teilnehmer bestätigen.“ Mehrere Beteiligte heißt: Den Entscheider früh im Lead notieren.
- Beratung: „Angebot mit zwei Varianten bis Montag, Entscheidung im Vorstand am 20.“ Lange Zyklen brauchen einen Erwarteten Abschluss im Deal.
Für alle gilt: Die Stage-Bedeutung ist im Team gleich. Wenn eine Person „Termin vereinbart“ setzt, sobald ein Kalenderlink verschickt ist, und eine andere erst bei bestätigtem Termin, sind alle Zahlen wertlos.
Welcher CRM-Prozess passt zu deinem Team?
- Solo-Vertrieb oder Gründer: Die sieben Schritte, die fünf Hygieneregeln und eine Tagesliste reichen. Ein Wochenreview von 15 Minuten.
- Zwei bis zehn Verkäufer: Dieselben Stages für alle, Exit-Kriterien schriftlich, freitags Pipeline-Review, Verlustgründe als Pflicht im Team.
- Team mit Marketing-Leads: Vorqualifizierung vor der Übergabe festlegen und das Nachhalten messen – die Studie zum „Lead Black Hole“ zeigt, warum.
- Kostenlos starten, ohne Projekt: Dann passt inDeal als kostenloses KI-CRM für KMU mit fertigen Stages. Einen Überblick über Alternativen gibt der Ratgeber Kostenloses CRM für KMU.
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- Lead-Qualifizierung mit BANT: Leitfaden für KMU
- Sales Funnel für KMU 2026: Stufen & Hygiene
- Follow-up im Vertrieb: Next Step statt vergessener Leads
- KI-CRM für KMU: Was ein CRM mit KI 2026 wirklich kann
- Kostenloses CRM für KMU: Welches Gratis-CRM passt zu dir?
Häufige Fragen
Was ist ein CRM-Prozess?
Wie viele Pipeline-Phasen braucht ein kleines Team?
Was sind Exit-Kriterien im Vertriebsprozess?
Wie oft sollte ich mein CRM pflegen?
Was ist der Unterschied zwischen CRM-Prozess und Sales Funnel?
Soll ich verlorene Leads löschen?
Kann KI den CRM-Prozess übernehmen?
Ist inDeal dasselbe wie indeal.io?
Quellen
- The Customer Relationship Management Process: Its Measurement and Impact on Performance (Journal of Marketing Research 41(3))
- A Strategic Framework for Customer Relationship Management (Journal of Marketing 69(4))
- The Sales Lead Black Hole: On Sales Reps' Follow-Up of Marketing Leads (Journal of Marketing 77(1))
- E-business integration (Statistics Explained)
- Larger enterprises used more e-business apps in 2025
- SME digitalisation for competitiveness
- KI in der deutschen Wirtschaft – Status quo und Ausblick 2026
- Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung)
- inDeal: Startseite, Preise und FAQ
- Stages richtig setzen
- Deal-Stufen von Angebot bis Abschluss
- Vom Lead zum Deal und zurück
- Kontaktieren: Deine Tagesliste
- Follow-up mit Erinnerung
- Home verstehen
- Leads anlegen, importieren und anreichern
- Forecast, Confidence und gewichteter Wert
- Aktivitäten, Notizen und Verlauf
- Die vier Workflows im Einzelnen
- Deine erste Woche mit inDeal
Weiterlesen
Vertrieb und Follow-upSales Funnel für KMU 2026: Stufen & Hygiene
Sales Funnel für KMU: Stufen vom Lead zum Deal, Funnel vs. Pipeline, Next-Step-Hygiene und wie inDeal Conversion-Karten ohne erfundene Benchmarks nutzt.
Vertrieb und Follow-upFollow-up im Vertrieb: Wie oft nachfassen und warum Next Steps?
Follow-up im Vertrieb: Cadence ohne erfundene Abschlussquoten, warum jeder Deal einen datierten Next Step braucht – und wie die inDeal-Liste Kontaktieren hilft.
Leads und AnreicherungLead-Qualifizierung mit BANT: Leitfaden für KMU 2026
Lead-Qualifizierung mit BANT für KMU: Budget, Entscheider, Bedarf, Timing – mit Fragen, MEDDIC und CHAMP im Vergleich und Abbildung in CRM-Stages.