Inhalt
- Was ist der Unterschied zwischen Excel und einem CRM?
- Wie viele KMU arbeiten noch ohne CRM?
- Wann reicht Excel für Leads noch aus?
- Woran merkst du, dass Excel nicht mehr reicht?
- Excel vs. CRM: Welche Kriterien zählen im Vergleich?
- Was kann ein CRM, das Excel nicht kann?
- Was spricht trotzdem für Excel?
- Ist eine Excel-Liste mit Leads DSGVO-konform?
- Wie wechselst du von Excel zu einem CRM?
- Welche Fehler passieren beim Umstieg von Excel auf ein CRM?
- Excel oder CRM – was passt zu dir?
- Weiterlesen
- Häufige Fragen
- Quellen
Excel vs. CRM ist vor allem eine Frage der Teamgröße und der Nachfass-Disziplin: Excel reicht, solange eine Person wenige Leads mit kurzen Abschlüssen betreut. Sobald mehrere Personen aus einer Liste verkaufen oder ein Follow-up verpasst wird, lohnt sich ein CRM. inDeal (indeal.ai) ist ein kostenloses KI-CRM für KMU der Lars Krüger GmbH, Berlin. Nicht zu verwechseln mit indeal.io, einem anderen Unternehmen.
Stand: 9. Oktober 2026. CRM-Zahlen Eurostat 2025; Forschung Decision Support Systems; Recht EUR-Lex (DSGVO); Produktfakten indeal.ai und success.indeal.ai.
Was ist der Unterschied zwischen Excel und einem CRM?
Excel speichert Daten, ein CRM steuert Arbeit. Eine Tabelle zeigt dir, was du eingetragen hast. Ein CRM zeigt dir zusätzlich, was heute zu tun ist, wer zuständig ist und was zuletzt passiert ist.
Technisch können beide eine Kontaktliste halten. Der Unterschied liegt in drei Dingen, die eine Tabelle von Haus aus nicht hat:
- Zeit: Ein CRM kennt Fälligkeiten und erinnert dich. Eine Tabelle wartet, bis jemand nach Datum sortiert.
- Verlauf: Ein CRM protokolliert Anrufe, E-Mails und Termine am Lead. In einer Tabelle steht meist nur der letzte Stand in einer Notizspalte.
- Zuständigkeit: Ein CRM vergibt Rollen und Leads an Personen. Eine Tabelle kennt nur „wer die Datei gerade offen hat“.
Und was ist mit Google Sheets?
Google Sheets löst ein Excel-Problem: Alle arbeiten in derselben Datei statt in Kopien. Die anderen Lücken bleiben. Es gibt keine Erinnerung an fällige Follow-ups, keinen Verlauf je Lead und keine Rollen auf Zeilenebene. Für diesen Vergleich gelten Excel und Google Sheets deshalb als eine Kategorie.
Wie du eine Tabelle sauber aufbaust, solange sie reicht, zeigt der Ratgeber Leads in Excel verwalten. Dieser Artikel klärt die nächste Frage: Wann ist Schluss mit Excel?
Wie viele KMU arbeiten noch ohne CRM?
Die Mehrheit. Laut Eurostat nutzten 2025 nur 28,51 % der EU-Unternehmen ab zehn Beschäftigten CRM-Software. Bei kleinen Unternehmen mit 10–49 Beschäftigten waren es 24,69 %, bei großen 65,43 %.

Die Lücke zwischen kleinen und großen Unternehmen beträgt laut Eurostat News rund 41 Prozentpunkte. Kleinstunternehmen unter zehn Beschäftigten erfasst die Erhebung nicht. Wer also mit Excel arbeitet, ist in guter Gesellschaft – aber nicht automatisch gut aufgestellt.
Wann reicht Excel für Leads noch aus?
Excel reicht, wenn alle vier Bedingungen zutreffen. Ist eine davon falsch, solltest du über ein CRM nachdenken.
- Eine Person pflegt und bearbeitet die Liste.
- Abschlüsse sind kurz: ein Gespräch, ein Angebot, fertig.
- Kein Follow-up ist bisher untergegangen – ehrlich beantwortet.
- Du brauchst keine Kennzahlen zu Conversion oder Umsatzprognose.

Typisch passt Excel für Gründerinnen und Gründer in den ersten Monaten, für Nebenprojekte oder für eine einmalige Messe-Liste. Dann gilt: feste Spalten, ein Follow-up-Datum pro Zeile und ein fester Termin pro Woche, an dem du die Liste nach Datum sortierst.
Woran merkst du, dass Excel nicht mehr reicht?
Meist nicht an der Zahl der Zeilen, sondern an kleinen Pannen. Diese fünf Signale tauchen in kleinen Vertriebsteams immer wieder auf:
- Doppelte Ansprache: Zwei Personen schreiben denselben Lead an, weil die Datei nicht aktuell war.
- „Wer hatte zuletzt Kontakt?“ Die Antwort steht in einem Postfach, nicht in der Liste.
- Versionen: „Leads_final_v3_neu.xlsx“ liegt in drei Ordnern.
- Verpasste Rückrufe: Ein warmer Lead meldet sich nach drei Wochen – bei jemand anderem.
- Keine Zahlen: Auf die Frage „Wie viele Termine hatten wir im September?“ folgt eine Stunde Zählen.
Hinzu kommt das Risiko von Tabellenfehlern. Powell, Baker und Lawson (2008) fassen die Forschung so zusammen: Fehler in operativ genutzten Tabellen gelten als verbreitet und können zu schlechten Entscheidungen führen. Wie häufig sie genau sind, lässt sich aus der Literatur aber nicht verlässlich beziffern.
Für eine Lead-Liste heißt das: Eine falsch sortierte Spalte oder eine überschriebene Zelle fällt oft erst auf, wenn ein Kunde nachfragt.
Excel vs. CRM: Welche Kriterien zählen im Vergleich?
Sieben Kriterien entscheiden im Vertriebsalltag. Die Tabelle zeigt, wo Excel stark ist und wo ein CRM Arbeit abnimmt.
| Kriterium | Excel / Google Sheets | CRM (z. B. inDeal) |
|---|---|---|
| Start und Kosten | Sofort, meist schon vorhanden | Gratis-Tarife verfügbar; inDeal: 0 € pro Nutzer |
| Nachfassen | Datum in einer Spalte, keine Erinnerung | Follow-up-Datum mit E-Mail-Erinnerung und Tagesliste |
| Mehrere Nutzer | Gleichzeitiges Bearbeiten, Versionen, Überschreiben | Rollen, zugewiesene Leads, ein gemeinsamer Stand |
| Verlauf | Notizspalte mit letztem Stand | Anrufe, E-Mails, Termine als Aktivitäten am Lead |
| Von Hand kopieren | Postfach verbunden, Antworten landen am Lead | |
| Auswertung | Formeln und Pivot selbst pflegen | Funnel, Pipeline und Prognose aus denselben Daten |
| Datenschutz | Dateien werden kopiert und verschickt | Zugriffsrechte, AV-Vertrag; Anbieter prüfen |

Bei Start und Kosten liegt Excel vorn – aber nur knapp, seit es kostenlose CRM-Tarife gibt. Bei Datenschutz ist keine Seite automatisch besser: Es kommt auf deine Regeln und den Anbieter an.
Was kann ein CRM, das Excel nicht kann?
Vor allem eines: dich zur richtigen Zeit erinnern. Alles andere sind Folgen davon.
Follow-ups, die sich melden
In inDeal bekommt jeder Lead ein Follow-up-Datum. Laut Hilfe-Center kannst du eine Uhrzeit wählen und eine E-Mail-Erinnerung aktivieren. Die Erinnerung geht an die Person, der der Lead zugewiesen ist.
Die Liste Kontaktieren teilt die Arbeit des Tages in Überfällig, Heute fällig und Neue Leads. Eine Tabelle müsstest du dafür jeden Morgen filtern.
Ein Verlauf statt einer Notizspalte
Anrufe, LinkedIn-Kontakte, E-Mails und Termine protokollierst du am Lead. Laut Aktivitäten, Notizen und Verlauf entsteht daraus eine Aktivitätenliste, die jede Person im Team lesen kann.
Mit einem verbundenen Postfach (Outlook/Microsoft 365 oder Gmail/Google Workspace) landen Antworten deiner Leads automatisch in deren Timeline.
Rollen statt Dateirechten
inDeal kennt laut Das Team verwalten zwei Rollen: Admin mit vollem Zugriff und Sales, die nur eigene Leads sieht und bearbeitet – ohne Import, Löschen oder Massen-Updates. In einer geteilten Tabelle sieht jeder alles und kann alles ändern.
Pipeline statt Statusspalte

Statt einer Spalte „Status“ mit freien Texten hat ein CRM feste Phasen. In der inDeal-Musterinstanz siehst du oben offenes Volumen und Confidence je Phase. Wie die Phasen zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Sales Funnel vs. Pipeline.
Was spricht trotzdem für Excel?
Excel hat echte Stärken – und es wäre unehrlich, sie wegzulassen:
- Kein neues Werkzeug: Jeder im Team kann es bedienen.
- Volle Freiheit: Spalten, Farben und Formeln, wie du willst.
- Offline und lokal: Keine Abhängigkeit von einem Anbieter.
- Gut für Einmal-Listen: Messe-Kontakte, Recherche, Datenbereinigung vor einem Import.
Die Freiheit ist zugleich die Schwäche. Ohne feste Phasen schreibt jede Person „interessiert“, „heiß“ oder „meldet sich“. Auswertungen werden dann zur Schätzung.
Ist eine Excel-Liste mit Leads DSGVO-konform?
Die DSGVO verbietet keine Tabellen. Sie verlangt aber, dass personenbezogene Daten rechtmäßig, zweckgebunden und sicher verarbeitet werden (Art. 5 und Art. 32 DSGVO).
Bei Tabellen ist das schwerer nachzuweisen:
- Kopien wandern per E-Mail und liegen auf Laptops.
- Zugriffe lassen sich kaum auf einzelne Zeilen beschränken.
- Löschungen müssen in allen Versionen erfolgen.
Ein CRM nimmt dir die Verantwortung nicht ab. Es macht Zugriffe, Löschung und Auftragsverarbeitung aber leichter steuerbar. inDeal speichert laut indeal.ai auf Servern in der EU (Frankfurt), mit Mandantentrennung auf Datenbankebene und AV-Vertrag.
Wie wechselst du von Excel zu einem CRM?
In fünf Schritten, an einem Vormittag. Wichtiger als der Import ist das Aufräumen davor und die Disziplin danach.
- Aufräumen: Dubletten löschen, eine Zeile pro Person, Firmennamen vereinheitlichen.
- Spalten vorbereiten: Vorname, Nachname, E-Mail, Telefon, Unternehmen, Position, Webseite, geschätzter Wert.
- Als CSV speichern: Die erste Zeile muss die Spaltenüberschriften enthalten.
- Importieren und zuordnen: inDeal ordnet erkannte Spalten laut Hilfe-Center automatisch zu. Den Rest hängst du als Notiz an oder legst ihn als eigenes Feld an.
- Follow-up-Daten setzen: Jeder aktive Lead bekommt einen nächsten Schritt mit Datum.
Schritt 5 ist der wichtigste. Laut Hilfe-Center sind importierte Leads zunächst kalt: Stufe Qualifizieren, kein Follow-up-Datum. Sie stehen deshalb nicht in Offene Leads, sondern nur in Alle Leads, bis du ein Datum setzt oder eine Antwort eingeht.
| Excel-Spalte | Ziel im CRM | Hinweis |
|---|---|---|
| Name, Vorname | Vorname, Nachname | Mindestens Name, E-Mail oder LinkedIn-URL nötig |
| Firma | Unternehmen | Schreibweise vorher vereinheitlichen |
| Status (Freitext) | Als Notiz anhängen | Danach echte Stage setzen |
| Nächster Kontakt | Follow-up-Datum (von Hand) | Nach dem Import für aktive Leads setzen |
| Quelle | Lead Source | In inDeal einmal je Import gesetzt |
| Eigene Spalten (z. B. Budget) | Neues eigenes Feld | Typ wird anhand der Werte vorgeschlagen |
Ein Import lässt sich laut Hilfe-Center über die Import-Historie wieder in den Papierkorb legen. Das nimmt die Angst vor dem ersten Versuch. Wie du Leads nach dem Import qualifizierst, zeigt der Ratgeber Lead-Qualifizierung mit BANT.
Welche Fehler passieren beim Umstieg von Excel auf ein CRM?
Die meisten Umstiege scheitern nicht am Werkzeug, sondern an alten Gewohnheiten. Diese sechs Fehler sehe ich in kleinen Teams am häufigsten:
| Fehler | Folge | Bessere Praxis |
|---|---|---|
| Alles importieren, auch tote Kontakte | Volle Listen, leere Pipeline | Vorher aussortieren, Rest als „Alle Leads“ parken |
| Kein Follow-up-Datum nach dem Import | Leads tauchen in keiner Arbeitsliste auf | Aktive Leads am Importtag terminieren |
| Excel parallel weiterführen | Zwei Wahrheiten, doppelte Arbeit | Stichtag festlegen, Datei schreibschützen |
| Freitext-Status übernehmen | Keine vergleichbaren Phasen | Status als Notiz, danach echte Stage setzen |
| Alle als Admin einladen | Jeder darf importieren und löschen | Vertrieb mit Rolle Sales, wenige Admins |
| Postfach nicht verbinden | Verlauf bleibt lückenhaft | Am ersten Tag Outlook oder Gmail anbinden |
Der wichtigste Punkt ist der Stichtag. Solange die alte Tabelle weiterlebt, trägt irgendjemand dort weiter ein. Leg einen Tag fest, ab dem nur noch das CRM gilt, und speichere die Excel-Datei danach schreibgeschützt im Archiv.
Plane außerdem eine kurze Einführung für das Team: Wer setzt welche Stage, was ist ein gültiger nächster Schritt, wann wird ein Lead als verloren markiert? Diese drei Regeln auf einer Seite ersetzen jedes lange Handbuch. Mehr dazu im Ratgeber Follow-up im Vertrieb.
Excel oder CRM – was passt zu dir?
Das hängt von deinem Alltag ab, nicht von der Größe deiner Liste. Eine Empfehlung nach Situation:
- Du startest gerade allein: Excel oder Google Sheets mit festen Spalten und einem Datum pro Lead. Plane den Wechsel, sobald das erste Follow-up untergeht.
- Ihr seid zu zweit oder mehr im Vertrieb: CRM. Doppelte Ansprache und Versionschaos kosten mehr Zeit als die Einführung.
- Eure Abschlüsse brauchen mehrere Gespräche: CRM. Ohne Verlauf und Erinnerung verlierst du den Faden zwischen Termin und Angebot.
- Du willst wissen, wo Deals hängen bleiben: CRM. Funnel-Quoten aus Excel kosten jeden Monat Stunden.
- Budget ist knapp: Ein kostenloses CRM für KMU wie inDeal kostet 0 € pro Nutzer. Was Gratis-Tarife allgemein begrenzt, zeigt die Checkliste zu kostenlosen CRM-Tarifen.
Wie ein CRM nach dem Umstieg im Alltag läuft, beschreibt der Pillar Perfekter CRM-Prozess. Wo KI dabei hilft, erklärt KI-CRM für KMU.
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Häufige Fragen
Ist Excel ein CRM?
Ab wie vielen Leads lohnt sich ein CRM?
Kann ich meine Excel-Liste in ein CRM importieren?
Was ist besser für kleine Unternehmen: Google Sheets oder CRM?
Kostet ein CRM mehr als Excel?
Ist eine Excel-Liste mit Kundendaten DSGVO-konform?
Wie lange dauert der Umstieg von Excel auf ein CRM?
Ist inDeal dasselbe wie indeal.io?
Quellen
- E-business integration (Statistics Explained)
- Larger enterprises used more e-business apps in 2025
- A critical review of the literature on spreadsheet errors (Decision Support Systems 46(1))
- Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung)
- inDeal: Startseite, Preise und FAQ
- Leads anlegen, importieren und anreichern
- Follow-up mit Erinnerung setzen
- Kontaktieren – Deine Tagesliste
- Aktivitäten, Notizen und Verlauf
- Das Team verwalten
- Postfach verbinden
Weiterlesen
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